Probe 2

PROBE 2
Helene Blandow
Zwei Wochen im Juli mit Probenschluss am Samstag, 30. Juli 2016, 14 bis 24 Uhr.

>> Presse <<

Helene Blandows 2. PROBE in der Toscana Halle reflektiert die 3D-Umsetzung zweier Bilder des Malers W.S., eingebettet in eine Rauminstallation mit dem Titel „Il pittore e il suo mo(n)do?“ oder „Ade, Künstlerkind?“.

Entgegen Uhrzeigersinn beginnen wir an der rechten Wand der Toscana Halle mit Helenes Schlafgemach. Fell auf dem Boden, Wolldecken, Tisch, Stuhl, Zeichenzeug. Das Notwendigste im Künstlerleben.

Dann geht es weiter zu einem weißen Scherenschnitt im Raum. Eine weibliche Figur, überlebensgroß. Wie zerrissen steigt sie aus einem Wust Papier empor, schaut in den Raum.

Es folgt auf einem Sockel eine Fruchthülle, ähnlich einer großen Nuss.Geöffnet, innen vergoldet leuchtet sie im warmen Licht der pastell getönten Fensterscheiben der Toscana Halle. Das Objekt scheint symbolisch aufgeladen zu sein. Eine Frucht? Ein Herz? Ein Zeichen für Liebe?

Es geht weiter zu einem am Boden aufgefächerten Farbkreis. Dahinter, flächendeckend und bis fast zur Raumdecke reichend, weiße Scherenschnitte an den Wänden. Pfau, (Teddy)-bär, Hund. Motive aus dem Bild „Ciao Liebe“ von 2014.

Es schließt sich eine Zeichnung auf Packpapier an. 3 x 1m. Eine männliche Figur sich nach links wendend, den Rücken der eben beschriebenen Arbeit zugewandt, Blickrichtung gen „Distributore di Emozioni“.

Transparentes Tape, Schwarzes Papier, weiße Kuben und Lichtleisten führen zu einem Raum im Raum. „Distributore di Emozioni“, das dreidimensionale Zitat des Bildes aus dem Jahre 2016 beordert den Betrachter zum Automaten der Gefühle. Erwerb der Emotionen via cash oder Geldkarte möglich. Entwertung der Tickets, Ein- und Ausgangsschleuse vorgegeben.

Der Titel der gesamten Rauminstallation ist zugleich Frage an den zitierten Maler. Geht sein Weg weg von Harmonie und Farbe hin zu Reglementierung und Kontrolle?
Helene fragt. Die Antwort steht aus.
Wir haben es hier mit einem sehr persönlichen, sehr emotionalen Aspekt in der Arbeit der Künstlerin zu tun.
Es wird ein Frage- und Antwortspiel fokussiert, dessen Ausgang offen ist.

Johanna Wall, Berlin,  im Juli 2016

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